KI-Infrastruktur · Datenschutz · Digitale Souveränität
Lokale KI oder Cloud-KI?
Welche Infrastruktur passt zu Ihrem Unternehmen?
Leistungsfähige künstliche Intelligenz muss nicht zwangsläufig in einer externen Cloud laufen. Moderne KI-Modelle lassen sich auch auf eigenen Servern betreiben – unabhängig von den großen KI-Plattformen.
Doch welche Lösung ist für Ihr Unternehmen die richtige?
Die Antwort hängt von Ihren Daten, Ihren Anforderungen an die Modellqualität und der Wirtschaftlichkeit ab.
Wir vergleichen lokale KI, Cloud-KI und hybride Architekturen. Verständlich, praxisnah und mit einem Blick auf Datenschutz, Leistungsfähigkeit und tatsächliche Betriebskosten.
KI-Infrastrukturen vergleichen ↓ KI-Infrastruktur besprechen
Wir beraten zu KI, weil wir sie selbst betreiben.
Drei Datenwege
Betriebsart auswählenSo funktioniert LOCAL
Ihre Daten bleiben in Ihrer Infrastruktur.
- Anfrage
- Lokaler KI-Server
- Antwort
Die Anfrage wird an ein lokal betriebenes KI-Modell übermittelt. Bei vollständig lokaler Verarbeitung verlassen weder Eingaben noch Antworten die kontrollierte Umgebung.
- Vorteil
- Hohe Datenkontrolle und Unabhängigkeit von externen Modell-APIs.
- Zu beachten
- Eigene Rechenleistung und laufender Betrieb erforderlich.
So funktioniert CLOUD
Die KI verarbeitet Ihre Anfrage beim Cloud-Anbieter.
- Anfrage
- Cloud-KI
- Antwort
Die Anfrage wird über eine Schnittstelle an einen externen KI-Dienst übertragen. Der tatsächliche Verarbeitungsort hängt vom Anbieter, Modell und Deployment ab.
- Vorteil
- Flexible Skalierung und Zugang zu leistungsfähigen Modellen.
- Zu beachten
- Verarbeitung, Datenresidenz und laufende Kosten prüfen.
So funktioniert HYBRID
Die Aufgabe entscheidet über den Datenweg.
- Anfrage
- Policy-Prüfung
- Lokal / Cloud
Eine vorgeschaltete Sicherheitsprüfung legt fest, ob die Anfrage lokal verarbeitet werden muss oder an einen freigegebenen Cloud-Dienst gehen darf.
- Vorteil
- Datenschutzanforderungen und Modellleistung gezielt kombinieren.
- Zu beachten
- Verbindliche Routing-Regeln und Schutz vor unzulässigem Cloud-Fallback nötig.
Die Auswahl erklärt den jeweiligen Datenweg. Vergleich und Kostenrechner bleiben unabhängig.
Aus unserer Praxis
Wir betreiben, was wir empfehlen.
Lokale Sprachmodelle, Vektorsuche und Dokumentenverarbeitung laufen bei uns auf einem eigenen Verbund aus NVIDIA-DGX-Spark-Systemen und weiteren GPU-Servern – als Grundlage eigener Produkte und als Prüfstand für die Architekturen, die wir empfehlen.
Drei Wege zur Unternehmens-KI
Nicht jede KI muss in der Cloud laufen.
Unternehmen haben heute mehr Möglichkeiten denn je, leistungsfähige KI-Modelle einzusetzen. Neben klassischen Cloud-Angeboten stehen offene Modelle zur Verfügung, die sich auf eigener Hardware betreiben und in vorhandene IT-Systeme integrieren lassen.
Drei grundlegende Betriebsmodelle haben sich dabei etabliert.
Lokale KI: Die Infrastruktur unter eigener Kontrolle
Bei lokaler KI werden Sprachmodelle und die zugehörigen Dienste auf eigenen oder dediziert kontrollierten Servern betrieben – beispielsweise direkt im Unternehmen oder in einem entsprechend abgesicherten Rechenzentrum.
Dadurch lassen sich Datenverarbeitung, Zugriffsrechte, eingesetzte Modelle und Sicherheitsmaßnahmen weitgehend eigenständig bestimmen.
Der Vorteil liegt in der Unabhängigkeit von externen KI-Schnittstellen und der Möglichkeit, vertrauliche Informationen innerhalb einer definierten technischen Umgebung zu verarbeiten.
Dem stehen Investitionen in Hardware, Administration und die laufende Betreuung gegenüber.
Besonders interessant für: Unternehmen mit vertraulichen Daten, wiederkehrenden KI-Aufgaben und hohen Anforderungen an Kontrolle und Unabhängigkeit.
Cloud-KI: Große Modellleistung flexibel nutzen
Cloud-KI ermöglicht den Zugriff auf leistungsfähige KI-Modelle, ohne dass Unternehmen dafür eigene GPU-Server anschaffen müssen.
Dienste wie Microsoft Azure OpenAI oder Amazon Bedrock stellen entsprechende Modelle über Schnittstellen bereit. Die benötigte Rechenleistung wird vom jeweiligen Anbieter betrieben.
Das erleichtert den Einstieg und ermöglicht eine flexible Skalierung. Gleichzeitig hängen Datenverarbeitung, Modellverfügbarkeit und Preise von den gewählten Anbietern, Vertragsbedingungen und technischen Einstellungen ab.
Besonders interessant für: Unternehmen mit wechselndem Nutzungsvolumen, hohen Anforderungen an bestimmte Modelle oder dem Wunsch nach geringem eigenem Infrastrukturaufwand.
Hybride KI: Beide Welten gezielt verbinden
Eine hybride KI-Architektur kombiniert lokale Modelle mit externen KI-Diensten.
Dabei können besonders vertrauliche Informationen innerhalb der eigenen Infrastruktur verarbeitet werden, während andere Aufgaben auf geeignete Cloud-Modelle zugreifen.
Welches Modell zum Einsatz kommt, lässt sich anhand des Anwendungsfalls, der Datenklassifizierung und der geforderten Leistungsfähigkeit bestimmen.
So entsteht eine flexible Architektur, die unterschiedliche Anforderungen berücksichtigt, statt sämtliche Aufgaben über denselben Anbieter abzuwickeln.
Besonders interessant für: Unternehmen, die sensible Informationen schützen und gleichzeitig die Möglichkeiten leistungsfähiger Cloud-Modelle nutzen möchten.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, ob lokale KI oder Cloud-KI grundsätzlich besser ist. Sondern welche Aufgaben über welche Infrastruktur verarbeitet werden sollten.
Lokale KI, Cloud-KI und Hybrid im direkten Vergleich
Drei Betriebsmodelle. Unterschiedliche Stärken.
Die Wahl der KI-Infrastruktur beeinflusst weit mehr als die Kosten eines Sprachmodells.
Sie entscheidet darüber, wie Daten verarbeitet werden, welche Abhängigkeiten entstehen, wie flexibel sich die Rechenleistung erweitern lässt und wer die Verantwortung für Betrieb und Sicherheit übernimmt.
Die folgende Übersicht stellt die wichtigsten Unterschiede gegenüber.
Vergleich nach Entscheidungskriterium
Interaktiv| Kriterium | Lokal | Cloud | Hybrid |
|---|---|---|---|
| Kontrolle über Datenwege | Sehr hoch bei geeignetem Betrieb | Abhängig von Anbieter und Deployment | Gezielt nach Datenklassen steuerbar |
| Drittlandrisiken | Bei vollständig lokalem Betrieb reduzierbar | Vertrags- und konfigurationsabhängig | Durch kontrolliertes Routing reduzierbar |
| Leistungsfähigkeit | Abhängig von Modellen und Hardware | Große Auswahl leistungsfähiger Modelle | Leistung je Aufgabe auswählbar |
| Skalierbarkeit | Kapazitätsausbau erforderlich | Meist kurzfristig skalierbar | Kombinierte Kapazitäten |
| Betriebsaufwand | Eigener oder beauftragter Betrieb | Geringerer Infrastrukturaufwand | Höherer Integrationsaufwand |
| Kostenstruktur | Investition plus laufender Betrieb | Verbrauch oder Abonnement | Fixkosten plus variabler Verbrauch |
| Wirtschaftlichkeit | Interessant bei ausreichender Auslastung | Interessant bei kleiner oder variabler Nutzung | Abhängig von Verteilung und Dimensionierung |
| Anbieterabhängigkeit | Bei offenen Modellen und portabler Infrastruktur reduzierbar | Höher bei direkter Anbieterintegration | Durch Model Gateway und mehrere Anbieter reduzierbar |
| Modellwechsel | Möglich bei geeigneter Hardware und Software | Abhängig von Schnittstellen und Anbieterfunktionen | Zentral steuerbar, aber mit Kompatibilitätsprüfungen |
9 von 9 Kriterien
Keine dieser Architekturen ist automatisch die beste.
Ein lokales KI-System bietet umfangreiche technische Kontrollmöglichkeiten, muss aber entsprechend dimensioniert, abgesichert und gewartet werden.
Cloud-KI reduziert den eigenen Infrastrukturaufwand und bietet Zugang zu leistungsfähigen Modellen. Dafür entstehen Abhängigkeiten von Preisen, Verfügbarkeit und den Bedingungen der jeweiligen Anbieter.
Hybride Architekturen verbinden diese Möglichkeiten, bringen allerdings zusätzliche Anforderungen an die technische Integration und die Steuerung der Datenflüsse mit sich.
Eine gute KI-Architektur richtet sich deshalb immer nach dem tatsächlichen Bedarf – nicht nach einer grundsätzlichen Vorliebe für lokal oder Cloud.
Was kostet KI wirklich?
Die wirtschaftlichste Lösung hängt von Ihrer Nutzung ab.
Auf den ersten Blick erscheint Cloud-KI häufig günstiger. Es entstehen keine Investitionen in eigene GPU-Server und die Nutzung wird – je nach Angebot – über Abonnements, verarbeitete Tokens oder bereitgestellte Rechenkapazität abgerechnet.
Bei einer eigenen KI-Infrastruktur sieht die Rechnung anders aus. Hardware, Einrichtung und laufender Betrieb verursachen Kosten, die unabhängig von einzelnen KI-Anfragen entstehen.
Dafür fallen beim Betrieb eigener Modelle keine nutzungsabhängigen Gebühren an externe Modellanbieter an.
Ob sich diese Investition lohnt, hängt maßgeblich davon ab, wie intensiv die Infrastruktur genutzt wird.
Ein Unternehmen mit wenigen gelegentlichen KI-Anfragen hat andere Anforderungen als eine Organisation, die täglich Tausende Dokumente verarbeitet oder KI-Funktionen in ihre Geschäftsprozesse integriert.
Hinzu kommt die Modellqualität: Ein günstigeres lokales Modell ist wirtschaftlich nur dann eine Alternative, wenn es die erforderlichen Aufgaben zuverlässig erfüllt.
Finden Sie heraus, welche Kosten bei Ihrer Nutzung entstehen könnten.
Mit unserem KI-Infrastruktur-Rechner können Sie unterschiedliche Nutzungsszenarien durchspielen und die voraussichtlichen Kosten von Cloud-KI, eigener Infrastruktur und hybriden Lösungen vergleichen.
Berücksichtigt werden unter anderem die Zahl der Nutzer, das Anfragevolumen, die verarbeiteten Tokens sowie typische Infrastruktur- und Betriebskosten.
Die Ergebnisse sind eine erste Orientierung. Welche Architektur technisch und wirtschaftlich tatsächlich sinnvoll ist, lässt sich anschließend anhand Ihrer konkreten Anforderungen bewerten.
KI-Kostenrechner
Vergleich von Cloud-API, eigener Hardware und Hybridbetrieb
01 / Nutzung
Geschätztes monatliches Nutzungsvolumen · 20 Arbeitstage
81.000 Anfragen
- Eingabetokens
- 243 Mio.
- Ausgabetokens
- 81 Mio.
02 / Kostenannahmen
Lokale Berechnung mit 36 Monaten Nutzungsdauer, 350 €/Monat Betreuung, durchschnittlich 450 W Leistungsaufnahme, 0,30 €/kWh und Energiefaktor 1,2. Diese Werte sind rein illustrative Annahmen, keine Hardware- oder Leistungszusage.
Im Beispiel bleibt die vollständige lokale Infrastruktur auch beim Hybridbetrieb bestehen.
03 / Geschätzte monatliche Kosten
Vorbehalt
Kostenvergleich unter Vorbehalt – technische Kapazität der lokalen Infrastruktur noch nicht geprüft.
Kosten pro Monat
Beispielrechnung ohne RAG-, Einrichtungs-, Software- und sonstige Zusatzkosten. Die Leistungsfähigkeit der lokalen Hardware ist noch nicht geprüft.
- Cloud 1.134 € pro Monat
- Lokal 1.022 € pro Monat
- Hybrid 1.249 € pro Monat
Rechnerischer Kostengleichstand
73.014 Cloud-Anfragen / Monat
Ab diesem Volumen entspricht der angenommene Cloud-API-Verbrauch rechnerisch den monatlichen Fixkosten der lokalen Variante – vorausgesetzt, die lokale Hardware kann diese Last bei vergleichbarer Ergebnisqualität bewältigen.
nicht berechenbar
Bei Cloud-Preisen von 0 € entsteht kein Verbrauch, mit dem sich die Fixkosten der lokalen Variante vergleichen ließen.
Gesamtkosten über 36 Monate
| Variante | 12 Monate | 24 Monate | 36 Monate |
|---|---|---|---|
| Cloud | 13.608 € | 27.216 € | 40.824 € |
| Lokal | 25.600 € | 31.199 € | 36.799 € |
| Hybrid | 28.321 € | 36.643 € | 44.964 € |
Die Kurve zeigt die kumulierten Kosten einschließlich der anfänglichen Hardware-Investition; die Monatswerte oben verteilen die Investition rechnerisch auf 36 Monate.
Die Demo vergleicht eine tokenbasierte Cloud-API mit einer pauschal dimensionierten lokalen Infrastruktur. Sie ist kein Vergleich von ChatGPT-Abonnements und GPU-Hardware. Es fehlen insbesondere Benchmarks, Spitzenlasten, RAG-Kosten, Hochverfügbarkeit, Wartungsreserven und unterschiedliche Modellqualitäten.
Individuelle Infrastruktur-Kalkulation anfragen →Ihre Eingaben werden in das Anfrageformular übernommen.
Die Berechnung dient der Orientierung und ersetzt keine individuelle Kapazitätsplanung oder ein verbindliches Angebot.
Datenschutz & Datensouveränität
Wo sind Ihre Unternehmensdaten wirklich sicher?
Datenstandort ist nicht gleich Datenhoheit.
Viele KI-Anbieter werben mit europäischen Serverstandorten, verschlüsselter Datenübertragung und dem Verzicht auf die Verwendung von Kundendaten für das Modelltraining.
Das sind wichtige Sicherheitsmerkmale. Sie beantworten jedoch nicht die entscheidende Frage: Wer behält die tatsächliche Kontrolle über Ihre Daten?
Denn ein Server in Deutschland bedeutet nicht automatisch, dass sämtliche Informationen ausschließlich dort verarbeitet werden. KI-Anwendungen können weitere Dienste einbinden, Daten zur Analyse übertragen oder Informationen für Sicherheitsprüfungen und Protokollierung speichern.
Entscheidend ist deshalb der gesamte Verarbeitungsweg – von der ursprünglichen Information über die KI-Anwendung bis zur erzeugten Antwort.
Vier Fragen, die über den Schutz Ihrer Daten entscheiden.
Der Weg Ihrer Daten
Interaktive Kontrollpunkte01 / 04 Wo werden Daten verarbeitet?
Prüfen Sie Speicherort, Modellinferenz, Embeddings und mögliche Übermittlungen in Drittländer.
Wo werden Ihre Daten verarbeitet?
Datenstandort und Drittlandübermittlung
Bei KI-Anwendungen muss zwischen dem Speicherort und dem tatsächlichen Verarbeitungsort unterschieden werden.
Ein Dokument kann auf einem europäischen Server liegen, während das Sprachmodell seine Inhalte in einer anderen Region verarbeitet. Auch Embeddings, Suchanfragen oder externe Schnittstellen können zusätzliche Datenübermittlungen auslösen.
Bei vollständig lokal betriebenen KI-Systemen lassen sich diese Verarbeitungsschritte innerhalb einer kontrollierten Infrastruktur halten. Cloud-Angebote können ebenfalls eine europäisch begrenzte Verarbeitung ermöglichen – sofern die entsprechenden Dienste, Modelle und Einstellungen dies unterstützen.
Entscheidend ist nicht allein, wo Ihre Daten liegen, sondern welchen Weg sie während der Verarbeitung nehmen.
02 / 04 Wer kann darauf zugreifen?
Kontrollieren Sie Benutzerrechte, Betreiberzugriffe, Unterauftragnehmer und Verschwiegenheitspflichten.
Wer kann auf Ihre Daten zugreifen?
Zugriffskontrolle und Vertraulichkeit
Datensicherheit bedeutet auch, nachvollziehen und begrenzen zu können, wer Informationen einsehen oder verarbeiten darf.
Neben den eigenen Mitarbeitenden können bei Cloud-Diensten unter bestimmten Voraussetzungen auch Betreiber, Unterauftragnehmer oder autorisierte Prüfer Zugriff auf Daten erhalten.
Deshalb müssen Berechtigungen, mögliche Betreiberzugriffe und vertragliche Vertraulichkeitsverpflichtungen berücksichtigt werden.
Bei eigener Infrastruktur lassen sich viele dieser Zugriffsmöglichkeiten unmittelbar kontrollieren. Dafür übernimmt das Unternehmen beziehungsweise sein IT-Dienstleister auch die Verantwortung für die technische Absicherung.
Datenhoheit bedeutet, Zugriffe nicht nur vertraglich zu regeln, sondern technisch wirksam zu begrenzen.
03 / 04 Was bleibt gespeichert?
Berücksichtigen Sie Prompts, Antworten, Protokolle, Aufbewahrungsfristen und Löschverfahren.
Was wird gespeichert und wie lange?
Speicherung, Protokollierung und Löschung
Nicht jede KI-Anwendung verarbeitet Informationen ausschließlich für die Dauer einer Anfrage.
Je nach System können Eingaben, generierte Antworten, Gesprächsverläufe, technische Protokolle oder Daten zur Missbrauchserkennung gespeichert werden.
Dabei gelten unter Umständen unterschiedliche Aufbewahrungsfristen und Löschmöglichkeiten.
Für den professionellen Unternehmenseinsatz ist deshalb zu klären, welche Daten tatsächlich gespeichert werden, zu welchem Zweck dies geschieht und wann sie wieder gelöscht werden.
Bei lokal betriebenen Systemen können Speicher- und Löschregeln weitgehend selbst gestaltet werden. Auch hier müssen jedoch Backups, Protokolle und angebundene Anwendungen berücksichtigt werden.
Wer seine Daten kontrollieren möchte, muss auch bestimmen können, was von ihnen zurückbleibt.
04 / 04 Wie wird Datenschutz belegt?
Dokumentieren Sie Datenflüsse, Rechtsgrundlagen, Verträge und technische Schutzmaßnahmen.
Wie lässt sich Datenschutz nachweisen?
Dokumentation und technische Schutzmaßnahmen
Datenschutz ist mehr als die Zusage eines Anbieters, Informationen vertraulich zu behandeln.
Unternehmen müssen nachvollziehen können, auf welcher Grundlage personenbezogene Daten verarbeitet werden und welche technischen und organisatorischen Maßnahmen sie schützen.
Dazu gehören beispielsweise dokumentierte Datenflüsse, angemessene Berechtigungskonzepte, Verschlüsselung, Löschverfahren und die Auswahl geeigneter Dienstleister.
Bei Cloud-Diensten spielen zusätzlich die vertraglichen Bedingungen, mögliche Unterauftragnehmer und internationale Datenübermittlungen eine Rolle.
Eine kontrollierte KI-Architektur kann diese Anforderungen unterstützen, indem Datenverarbeitung, Zugriffe und Schutzmaßnahmen nachvollziehbar gestaltet werden.
Datenschutz sollte nicht nur zugesichert, sondern durch geeignete Maßnahmen nachweisbar umgesetzt werden.
Lokale KI bietet Kontrolle. Aber keinen automatischen Datenschutz.
Der Betrieb eigener KI-Modelle kann die Abhängigkeit von externen Anbietern erheblich reduzieren. Werden sämtliche Verarbeitungsschritte lokal ausgeführt, lassen sich bestimmte internationale Datenübermittlungen vollständig vermeiden.
Das bedeutet jedoch nicht, dass eine lokale KI automatisch DSGVO-konform ist.
Auch eigene Systeme benötigen angemessene Sicherheitsmaßnahmen, Berechtigungskonzepte, klare Verantwortlichkeiten und eine datenschutzrechtliche Bewertung der eingesetzten Verfahren.
Umgekehrt können sorgfältig konfigurierte Cloud-Dienste die Anforderungen zahlreicher Unternehmensanwendungen erfüllen.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Kontrollierbarkeit.
Bei einer eigenen KI-Infrastruktur können Unternehmen viele technische Entscheidungen selbst treffen. Bei Cloud-Angeboten hängt der Gestaltungsspielraum von den Funktionen und Bedingungen des jeweiligen Anbieters ab.
Hybride Architekturen können beide Ansätze verbinden, indem sie festlegen, welche Daten innerhalb der eigenen Infrastruktur verbleiben und welche Aufgaben externe Modelle übernehmen dürfen.
Datensouveränität bedeutet nicht zwangsläufig, jede KI selbst zu betreiben. Sie bedeutet, bewusst entscheiden und wirksam kontrollieren zu können, wer welche Daten zu welchem Zweck verarbeitet.
Datenschutz bei konkreten KI-Anbietern
Wie groß die Unterschiede zwischen direkt genutzten KI-Diensten und kontrollierten Cloud-Infrastrukturen ausfallen können, zeigen unsere ausführlichen Vergleiche:
- Claude Team vs. AWS Bedrock Datenschutz, Datenresidenz und Datensicherheit beim Einsatz von Anthropic-Modellen.
- ChatGPT Business vs. Azure OpenAI Die Unterschiede zwischen einer fertigen KI-Anwendung und der Bereitstellung von OpenAI-Modellen über Microsoft Azure.
Die richtige KI-Architektur beginnt mit Ihren Daten – nicht mit der Auswahl eines Sprachmodells.
Lokale KI ist mehr als ein Sprachmodell.
Vom Unternehmensdokument zur fundierten Antwort.
Wer ein Sprachmodell auf einem eigenen Server installiert, verfügt zunächst über eine lokal ausführbare KI.
Für den professionellen Unternehmenseinsatz reicht das häufig nicht aus.
Die KI soll schließlich nicht nur allgemeine Fragen beantworten, sondern vorhandenes Unternehmenswissen nutzen, Berechtigungen berücksichtigen und Ergebnisse nachvollziehbar machen.
Dafür müssen unterschiedliche Komponenten zusammenarbeiten.
Eine zentrale Rolle spielt dabei Retrieval-Augmented Generation (RAG) . Bei diesem Verfahren erhält das Sprachmodell zu einer Anfrage passende Informationen aus vorhandenen Datenbeständen.
Dokumente werden zunächst aufbereitet und durchsuchbar gemacht. Bei einer späteren Frage ermittelt das System die relevanten Inhalte und stellt sie dem Sprachmodell als zusätzlichen Kontext zur Verfügung.
Die KI kann dadurch auf Informationen aus Handbüchern, technischen Dokumentationen, Verträgen oder Wissensdatenbanken zugreifen, ohne dass für jede Aktualisierung ein neues Modell trainiert werden muss.
Werden Sprachmodell, Embeddings, Suche und Dokumentenspeicher vollständig lokal betrieben, kann auch die gesamte Verarbeitungskette innerhalb der eigenen Infrastruktur verbleiben.
01 / Wissensaufbereitung
- Dokumente PDF · Office · CMS
- Aufbereitung Extraktion · Metadaten · Rechte
- Wissensindex Vektoren · Volltext
Freigegebene Inhalte werden für die Suche bereitgestellt
02 / Frage und Antwort
- Frage eines Mitarbeitenden
- Zugriffsprüfung und Wissenssuche Nur berechtigte, passende Informationen werden verwendet Prüft auch, ob Inhalte für den externen Endpunkt freigegeben sind
- Lokales Sprachmodell Antworterzeugung mit dem gefundenen KontextExterner Modellendpunkt außerhalb der lokalen Infrastruktur, nur für freigegebene Daten
- Antwort mit Quellenangaben Nachvollziehbar und überprüfbar
Entscheidend ist das Zusammenspiel.
Ein professionelles KI-System benötigt deshalb nicht nur Rechenleistung, sondern eine durchdachte Softwarearchitektur.
Dazu gehören sichere Schnittstellen, Benutzer- und Rechteverwaltung, Dokumentenverarbeitung, semantische und klassische Suche, die Auswahl geeigneter Sprachmodelle sowie Überwachung und Wartung.
Auch die Qualität der Antworten muss überprüfbar bleiben. Quellenangaben, Tests mit realistischen Fragestellungen und geeignete Prüfmechanismen sind hierfür wichtige Bestandteile.
Das Ziel ist nicht, einen Chatbot auf einem eigenen Server zu betreiben. Das Ziel ist eine KI, die mit dem Wissen Ihres Unternehmens zuverlässig arbeiten kann.
Aus unserer Praxis
Wir betreiben, was wir empfehlen.
Eigene KI-Infrastruktur. Eigene Software. Erfahrung aus dem täglichen Betrieb.
AI SolutionX entwickelt und betreibt KI-Anwendungen auf einer eigenen technischen Plattform.
Dazu gehören lokale Sprachmodelle, GPU-Rechenleistung, Dokumentenverarbeitung, Vektorsuche und unterschiedliche Formen der KI-Automatisierung.
Unsere Infrastruktur basiert unter anderem auf einem Verbund von NVIDIA-DGX-Spark-Systemen und weiteren GPU-Servern. Sie bildet die technische Grundlage für eigene Softwareprodukte und die praktische Erprobung unterschiedlicher KI-Architekturen.
Wir wissen deshalb aus eigener Erfahrung, dass die Leistungsfähigkeit einer KI-Lösung nicht allein von der Größe des eingesetzten Sprachmodells abhängt.
Ebenso entscheidend sind die Verarbeitungsgeschwindigkeit, die verfügbare Rechenkapazität, die Qualität der Datenanbindung und das Zusammenspiel der einzelnen Softwarekomponenten.
-
SUFAWI – Unternehmenswissen intelligent erschließen
Unsere Wissensplattform SUFAWI verbindet lokale Sprachmodelle mit semantischer Suche und klassischer Volltextsuche.
Unternehmensdokumente werden durchsuchbar aufbereitet. Mitarbeitende können Fragen in natürlicher Sprache stellen und erhalten Antworten mit Quellenangaben.
Die Dokumentenverarbeitung und die KI-gestützte Suche können dabei vollständig auf unserer eigenen Infrastruktur erfolgen.
-
Chat Force One – KI-Beratung für Websites und Shops
Chat Force One verbindet KI-Modelle mit den Inhalten von Websites, Shops und weiteren Datenquellen.
Das System kann sowohl lokale Modelle als auch externe KI-Dienste verwenden. Welcher Weg sinnvoll ist, hängt von den benötigten Funktionen, der Art der Daten und den Anforderungen des jeweiligen Projekts ab.
So lässt sich die Modellwahl an den tatsächlichen Anwendungsfall anpassen.
-
VoiceDesk – Sprachverarbeitung auf eigener Hardware
Mit VoiceDesk entwickeln wir eine Lösung zur automatisierten Bearbeitung eingehender Telefonanrufe.
Sprache wird dabei lokal transkribiert und das Anliegen mit KI-Unterstützung strukturiert aufbereitet.
Gerade bei Sprachaufnahmen und vertraulichen Gesprächsinhalten zeigt sich, welchen Unterschied eine kontrollierte Verarbeitungskette machen kann.
Praxiswissen statt Produktversprechen
Wir entwickeln diese Systeme nicht nur für Präsentationen. Unsere eigene Plattform ist Teil unserer Entwicklungs- und Betriebsumgebung.
Dieses Wissen fließt in die Beratung unserer Kunden ein – von der Auswahl geeigneter Modelle über die Dimensionierung der Hardware bis zur sicheren Integration in bestehende IT-Systeme.
Denn wer KI-Infrastrukturen selbst betreibt, kennt nicht nur ihre Möglichkeiten. Sondern auch ihre Grenzen.
Unsere KI-Infrastruktur kennenlernenIntelligente Automatisierung & Modellwahl
Nicht jede Aufgabe braucht KI. Und nicht jede KI das größte Modell.
So viel Technologie wie nötig. So wenig Komplexität wie möglich.
Künstliche Intelligenz eröffnet Unternehmen neue Möglichkeiten. Doch ihr Einsatz ist kein Selbstzweck.
Viele Geschäftsprozesse lassen sich bereits mit klassischer Software, klar definierten Regeln und bewährten Schnittstellen zuverlässig automatisieren – ganz ohne Sprachmodell.
Wo KI einen echten Mehrwert bietet, stellt sich die nächste Frage: Welches Modell ist für die jeweilige Aufgabe am besten geeignet?
Denn das größte, neueste oder teuerste KI-Modell liefert nicht zwangsläufig die besten Ergebnisse.
Ein kleines, spezialisiertes Modell kann bei bestimmten Aufgaben genauso gut oder sogar besser abschneiden als ein deutlich größeres Modell – bei geringeren Kosten, kürzeren Antwortzeiten und weniger benötigter Rechenleistung.
Unsere Philosophie: Wir setzen KI dort ein, wo sie einen echten Nutzen bringt. Nicht dort, wo klassische Automatisierung die bessere Lösung ist.
Ohne KI, wenn klare Regeln ausreichen.
Müssen Daten zwischen zwei Systemen übertragen, Rechnungsnummern geprüft oder Informationen nach festgelegten Regeln verarbeitet werden, ist ein Sprachmodell häufig unnötig.
Solche Aufgaben lassen sich mit klassischer Software meist einfacher, schneller und zuverlässiger umsetzen.
Die Ergebnisse sind reproduzierbar, das Verhalten ist nachvollziehbar und es entstehen keine zusätzlichen Kosten für KI-Anfragen.
Was sich zuverlässig ohne KI automatisieren lässt, automatisieren wir ohne KI.
Das passende Modell statt des teuersten.
Für Aufgaben wie die Klassifizierung von Kundenanfragen, die Extraktion bestimmter Informationen oder die Zuordnung von Dokumenten kann bereits ein kompaktes Sprachmodell ausreichen.
Bei anspruchsvollen Analysen, komplexen Zusammenhängen oder umfangreichen Aufgabenstellungen kann dagegen ein leistungsfähigeres Modell erforderlich sein.
Welches Modell tatsächlich besser geeignet ist, lässt sich nicht allein anhand seiner Größe oder allgemeiner Benchmark-Ergebnisse entscheiden.
Wir prüfen deshalb unterschiedliche Modelle anhand konkreter Anwendungsfälle und bewerten neben der Ergebnisqualität auch Geschwindigkeit, Ressourcenbedarf und Kosten.
Entscheidend ist nicht, wie leistungsfähig ein Modell allgemein ist, sondern wie gut es die konkrete Aufgabe erfüllt.
KI-Agenten und Workflows gezielt einsetzen.
Bei komplexeren Geschäftsprozessen kann es sinnvoll sein, mehrere Arbeitsschritte miteinander zu verbinden.
Ein KI-gestützter Workflow führt beispielsweise fest definierte Schritte aus und verwendet an bestimmten Stellen ein Sprachmodell.
Ein KI-Agent kann darüber hinaus innerhalb vorgegebener Grenzen selbstständig entscheiden, welche Werkzeuge er verwendet und welche Schritte zur Lösung einer Aufgabe erforderlich sind.
Für besonders umfangreiche Prozesse können mehrere spezialisierte Agenten zusammenarbeiten. Solche Architekturen werden als Multi-Agenten-Systeme (Multi-Agent Systems) bezeichnet.
Ein Agent könnte beispielsweise Informationen recherchieren, ein weiterer sie analysieren und ein dritter die Ergebnisse auf Plausibilität prüfen.
Das eröffnet zusätzliche Möglichkeiten, erhöht aber auch die Komplexität, den Koordinationsaufwand und häufig die Kosten.
Deshalb gilt auch hier: Ein einzelner gut konzipierter Workflow ist oft sinnvoller als ein aufwendiges Multi-Agenten-System.
Mehr Agenten bedeuten nicht automatisch bessere Ergebnisse. Entscheidend ist, ob die zusätzliche Komplexität einen nachweisbaren Nutzen bringt.
Die richtige Technologie für jede Aufgabe.
Eine professionelle KI-Architektur sollte unterschiedliche Lösungswege unterstützen – vom klassischen Programmcode über kompakte lokale Modelle bis zu leistungsfähigen Cloud-Modellen und spezialisierten KI-Agenten.
Dabei können Kosten, Ergebnisqualität, Datenschutz und die Anforderungen des jeweiligen Prozesses in die Auswahl einfließen.
-
01 / Klassische Automatisierung
Klare Regeln, feste Prozesse, Schnittstellen und Datenübertragung.
Beispiel: Bestelldaten vom Shop ins ERP übertragen
Keine generative KI erforderlich
-
02 / Kompaktes KI-Modell
Klar eingegrenzte Aufgaben mit geeignetem kleinem Modell.
Beispiel: Kundenanfragen nach Anliegen klassifizieren
Geringer Ressourcenbedarf möglich
-
03 / Leistungsfähiges KI-Modell
Komplexe Analysen, schwierige Aufgaben und umfangreiche Zusammenhänge.
Beispiel: Technische Dokumentationen analysieren und vergleichen
Qualität anhand realer Aufgaben prüfen
-
04 / Agenten und Multi-Agenten
Komplexe, mehrstufige Prozesse mit Werkzeugen und spezialisierten Aufgaben.
Beispiel: Marktanalyse mit Recherche, Auswertung und Ergebnisprüfung
Nur bei entsprechendem Mehrwert
Die Grafik sollte nicht als feste Reihenfolge verstanden werden, die jeder Prozess durchlaufen muss. Es sind vier mögliche Lösungswege, die auch miteinander kombiniert werden können.
| Lösungsweg | Anteil | Vorgänge |
|---|---|---|
| Klassische Automatisierung | 45 % | 4.500 |
| Kompaktes KI-Modell | 35 % | 3.500 |
| Leistungsfähiges KI-Modell | 15 % | 1.500 |
| Agentenbasierte Verarbeitung | 5 % | 500 |
Frei gewähltes Rechenbeispiel, keine Aussage über typische Unternehmen oder tatsächlich erreichbare Automatisierungsquoten.
Wohin dürfen die Daten?
Neben der fachlichen Eignung muss auch die Sicherheit berücksichtigt werden.
Eine vorgeschaltete Steuerung kann anhand verbindlicher Regeln festlegen, welche Daten lokal verarbeitet werden müssen und welche Informationen an einen freigegebenen externen KI-Dienst übermittelt werden dürfen.
Wohin dürfen die Daten?
- KI-Anfrage mit Datenklassifizierung
- Policy Engine Prüft Datenklasse, Zweck und erlaubte Dienste
- Lokale KI Verarbeitung innerhalb der eigenen Infrastruktur ✓ Ausgewählter WegCloud-KI Externe Modellverarbeitung bei entsprechender Freigabe ✓ Ausgewählter Weg
Freigegebene Daten: Cloud-Verarbeitung ist nach dieser Beispielrichtlinie erlaubt. Modell und Zweck müssen zusätzlich freigegeben sein.
Interne Daten: Die Beispielrichtlinie sieht lokale Verarbeitung vor. Eine externe Weitergabe benötigt eine gesonderte Genehmigung.
Vertrauliche Daten: Ausschließlich lokale Verarbeitung. Bei Ausfall darf kein automatischer Cloud-Fallback erfolgen.
Beispiel einer unternehmensspezifischen Routing-Policy, keine allgemeingültige Datenschutzklassifizierung.
Sicherheit und Qualität müssen Teil der Entscheidung sein.
Die Auswahl eines Modells darf nicht ausschließlich vom Preis abhängen. Auch Datenschutzanforderungen, Zuverlässigkeit, Antwortzeiten und die Qualität der Ergebnisse müssen berücksichtigt werden.
Bei kritischen Prozessen können feste Prüfregeln, menschliche Freigaben oder zusätzliche Kontrollschritte erforderlich sein.
Gerade bei hybriden Architekturen muss verhindert werden, dass vertrauliche Informationen bei einem technischen Ausfall unzulässig an externe Dienste weitergeleitet werden.
Eine Architektur, die mit Ihren Anforderungen wächst.
Durch die Kombination klassischer Automatisierung, unterschiedlicher KI-Modelle und geeigneter Steuerungsmechanismen lassen sich Anwendungen gezielt weiterentwickeln.
Neue Modelle können integriert, bestehende ausgetauscht und Prozesse optimiert werden, ohne die gesamte Software neu entwickeln zu müssen.
Unser Ziel ist nicht, möglichst viel KI einzusetzen. Unser Ziel ist die beste technische Lösung für Ihren Geschäftsprozess.
Anbieterunabhängigkeit & Zukunftssicherheit
Heute das richtige Modell. Morgen die freie Wahl.
Machen Sie Ihre KI-Infrastruktur nicht von einem einzigen Anbieter abhängig.
Der Markt für künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant. Neue Modelle erscheinen, bestehende werden weiterentwickelt oder eingestellt. Preise, Nutzungsbedingungen und Leistungsmerkmale können sich verändern.
Was heute die wirtschaftlichste oder leistungsfähigste Lösung ist, muss es morgen nicht mehr sein.
Unternehmen, die ihre KI-Anwendungen eng mit einem einzigen Anbieter oder einem bestimmten Modell verknüpfen, gehen deshalb ein langfristiges Risiko ein.
Steigen die Preise, ändern sich Vertragsbedingungen oder wird ein benötigtes Modell nicht mehr angeboten, kann ein Wechsel aufwendig und kostspielig werden.
Eine zukunftssichere KI-Architektur sollte deshalb von Anfang an auf Anbieterunabhängigkeit ausgelegt sein.
Modelle austauschen, ohne die gesamte Anwendung neu zu entwickeln.
Eine Möglichkeit besteht darin, die eigentliche Unternehmensanwendung von den verwendeten KI-Modellen technisch zu entkoppeln.
Anstatt jede Anwendung unmittelbar an einen bestimmten KI-Anbieter anzubinden, übernimmt eine zentrale Schnittstelle die Kommunikation mit den unterschiedlichen Modellen.
Dadurch können Unternehmen neue Modelle integrieren, bestehende ersetzen oder mehrere Anbieter parallel nutzen, ohne sämtliche Anwendungen grundlegend umbauen zu müssen.
Das gilt für Cloud-Dienste ebenso wie für lokal betriebene Modelle.
Ein Modellwechsel bleibt zwar mit Tests und gegebenenfalls Anpassungen verbunden. Eine geeignete Softwarearchitektur kann diesen Aufwand aber erheblich reduzieren.
Ihre Unternehmensanwendungen
Chat · Wissensmanagement · Automatisierung · CRM
Zentrale KI-Schnittstelle / Model Gateway
Einheitliche Anbindung · Routing · Kostenkontrolle · Richtlinien
-
Lokale Modelle
Eigene Hardware
aktiv
-
Cloud-Anbieter A
Modell A
aktiv
-
Cloud-Anbieter B
Modell B
aktiv
Modelle und Anbieter flexibel wechseln
Die Unternehmensanwendung bleibt bestehen. Das Model Gateway ermöglicht den Wechsel des KI-Dienstes, ohne die komplette Anwendung neu aufzubauen. Modellabhängige Funktionen müssen gegebenenfalls angepasst und getestet werden.
Unabhängigkeit beginnt bei der Architektur.
Offene und austauschbare Schnittstellen
Anwendungen sollten möglichst über eine einheitliche, kontrollierte Schnittstelle auf KI-Funktionen zugreifen. Anbieterspezifische Besonderheiten werden zentral berücksichtigt.
Kontrolle über Daten und Unternehmenswissen
Dokumente, Wissensbestände und Berechtigungen sollten möglichst unabhängig von einzelnen Modellanbietern verwaltet werden. So bleibt das Unternehmenswissen auch bei einem Anbieterwechsel nutzbar.
Mehrere Modelle statt einer einzigen Abhängigkeit
Eine geeignete Architektur ermöglicht es, unterschiedliche Modelle zu testen, parallel zu verwenden oder bei Bedarf zu ersetzen.
Kontinuierliche Qualitäts- und Kostenkontrolle
Neue Modelle müssen nicht nur günstiger, sondern auch für die jeweiligen Aufgaben geeignet sein. Vergleichbare Tests helfen dabei, Leistung, Antwortqualität und Kosten regelmäßig neu zu bewerten.
Ihre KI soll mit Ihrem Unternehmen wachsen. Nicht mit den Bedingungen eines einzelnen Anbieters stehen und fallen.
Anbieterunabhängigkeit bedeutet nicht, auf die leistungsfähigsten Cloud-Modelle zu verzichten.
Sie bedeutet, diese nutzen zu können, ohne sich dauerhaft an einen einzigen Anbieter zu binden.
Unsere Empfehlung: Investieren Sie nicht nur in ein KI-Modell. Investieren Sie in eine Architektur, die Ihnen auch morgen noch die Wahl lässt.
Von der ersten Idee zur passenden KI-Infrastruktur.
Wir beraten nicht nur. Wir setzen um.
Eine leistungsfähige KI-Infrastruktur entsteht nicht durch den Kauf eines Servers oder den Abschluss eines Cloud-Abonnements.
Entscheidend ist, dass die Technologie zum Unternehmen, zu den vorhandenen Daten und zu den bestehenden Geschäftsprozessen passt.
Deshalb beginnen wir nicht mit der Auswahl einer bestimmten Plattform, sondern mit einer Analyse der Anforderungen.
- 01
Anforderungen verstehen
Welche Aufgaben soll die KI übernehmen? Welche Informationen werden verarbeitet? Wie viele Mitarbeitende sollen darauf zugreifen?
Wir betrachten Anwendungsfälle, Datenschutzanforderungen, vorhandene Systeme und das erwartete Nutzungsvolumen.
Daraus entsteht eine erste Einschätzung, welche Betriebsmodelle infrage kommen.
- 02
Modelle und Infrastruktur erproben
In einem Pilotprojekt überprüfen wir geeignete Modelle mit realistischen Aufgaben und Daten aus Ihrem Unternehmen.
Dabei betrachten wir nicht nur die Qualität der Antworten, sondern auch Antwortzeiten, parallele Nutzung und den benötigten Ressourcenaufwand.
So lässt sich feststellen, ob eine lokale Lösung ausreichend leistungsfähig ist oder eine Cloud- beziehungsweise Hybridarchitektur Vorteile bietet.
- 03
Sicher integrieren
Auf Grundlage der Ergebnisse setzen wir die gewählte Architektur um.
Dazu gehören die Bereitstellung der KI-Dienste, die Anbindung vorhandener Systeme, Benutzer- und Berechtigungskonzepte sowie die Absicherung und Dokumentation der Datenflüsse.
Anschließend wird die Lösung in die betrieblichen Abläufe integriert.
- 04
Zuverlässig betreiben
KI-Infrastrukturen müssen laufend gepflegt und weiterentwickelt werden.
Wir unterstützen beim Betrieb, bei Sicherheitsaktualisierungen, bei der Überwachung der Systemleistung und bei der Bewertung neuer Modelle.
Die technische Architektur bleibt damit nicht auf dem Stand der ursprünglichen Einführung stehen.
Unser Anspruch: Eine KI-Lösung, die nicht nur im Pilotprojekt überzeugt, sondern auch im täglichen Betrieb zuverlässig funktioniert.
Häufige Fragen zu lokaler KI und Cloud-KI
Ist lokale KI automatisch DSGVO-konform?
Nein. Eine eigene Infrastruktur ermöglicht es, die Datenverarbeitung gezielter zu kontrollieren und bestimmte Drittlandübermittlungen zu vermeiden.
Auch lokal betriebene KI-Systeme benötigen jedoch geeignete technische und organisatorische Schutzmaßnahmen, Berechtigungskonzepte und eine datenschutzrechtliche Bewertung der jeweiligen Verarbeitung.
Können lokale KI-Modelle mit ChatGPT oder Claude mithalten?
Das hängt vom Modell und von der konkreten Aufgabe ab.
Für viele klar definierte Anwendungen können lokale Modelle sehr gute Ergebnisse liefern. Bei besonders komplexen Aufgaben, umfangreichen Kontexten oder speziellen multimodalen Funktionen können leistungsfähige Cloud-Modelle Vorteile haben.
Eine zuverlässige Entscheidung lässt sich anhand vergleichbarer Tests mit den tatsächlichen Anwendungsfällen treffen.
Ab wann lohnt sich ein eigener KI-Server?
Eine allgemeingültige Nutzerzahl gibt es nicht.
Entscheidend sind das Verarbeitungsvolumen, die erforderliche Modellqualität, die parallele Nutzung und die laufenden Kosten. Auch bereits vorhandene Hardware oder besondere Datenschutzanforderungen beeinflussen die Wirtschaftlichkeit.
Unser Rechner ermöglicht eine erste Einschätzung. Für eine belastbare Planung müssen zusätzlich Leistungsfähigkeit und tatsächlicher Betrieb berücksichtigt werden.
Was passiert, wenn unser KI-Anbieter die Preise erhöht oder ein Modell einstellt?
Bei einer eng an einen Anbieter gebundenen Anwendung kann ein Wechsel umfangreiche technische Anpassungen erfordern. Eine anbieterunabhängig konzipierte Architektur mit zentraler Modellanbindung erleichtert den Umstieg auf alternative Modelle oder Plattformen. Wichtig ist, die Austauschbarkeit bereits bei der Entwicklung zu berücksichtigen und regelmäßig zu testen.
Benötigen wir eine eigene IT-Abteilung für lokale KI?
Nicht zwingend. Eine lokale KI-Infrastruktur kann auch durch einen spezialisierten Dienstleister eingerichtet und betreut werden.
Je nach Anforderungen ist ein Betrieb direkt im Unternehmen oder auf dedizierter Infrastruktur in einem Rechenzentrum möglich. Verantwortlichkeiten für Wartung, Zugriffsschutz, Updates und Datensicherheit sollten dabei eindeutig geregelt sein.
Welche KI-Infrastruktur ist die richtige für Ihr Unternehmen?
Lokal, Cloud oder Hybrid? Die beste Lösung ist die, die zu Ihren Daten, Prozessen und wirtschaftlichen Anforderungen passt.
AI SolutionX unterstützt Sie bei der Bewertung Ihrer Möglichkeiten und der technischen Umsetzung.
Wir bringen praktische Erfahrung aus eigener KI-Entwicklung und eigenem Infrastrukturbetrieb mit – verbunden mit Kompetenz in Datenschutz, IT-Sicherheit und Softwareintegration.
Ob Sie eine vollständig lokale KI-Plattform aufbauen, eine europäische Cloud-Lösung nutzen oder beide Ansätze kombinieren möchten: Wir helfen Ihnen, eine tragfähige Entscheidung zu treffen.
KI-Infrastruktur im Erstgespräch besprechen30 Minuten, in denen es um Ihre tatsächlichen Anforderungen geht.
AI SolutionX – Wir beraten zu KI, weil wir sie selbst betreiben.
- Claude Team vs. AWS Bedrock → Datenschutz, Datenresidenz und Sicherheit bei Anthropic-Modellen
- ChatGPT Business vs. Azure OpenAI → Datenschutz, Datenresidenz und Sicherheit bei OpenAI-Modellen
Stand: . Der Kostenrechner arbeitet mit Beispielannahmen, nicht mit aktuellen Anbieterpreisen; die Berechnung dient der Orientierung und ersetzt keine individuelle Kapazitätsplanung oder ein verbindliches Angebot.